Wie der Begriff ja schon sagt, betreibt die Stadt eine Parkraumbewirtschaftung. Wirtschaft bedeutet normalerweise auch Gewinnerzielung.

Und nur das hat die Stadt auch wirklich vor, auch wenn sie in der Bürgerinformation vom 5. September 2017 behauptet: „Das Konzept wurde nicht mit der Zielsetzung mehr Geld einzunehmen aufgestellt. Dies wäre rechtlich auch nicht umsetzbar.“ Und: „Es handelt sich um kein Konzept zur Verbesserung der Einnahmen, sondern zur Verkehrslenkung und Reduzierung des Parksuchverkehrs. …“

Würde die Stadt wirklich nur den Verkehr lenken wollen, was auch immer sie darunter versteht, dann würden Parkscheiben und eine begrenzte Parkdauer ausreichen.

Der Parksuchverkehr hingegen wird in den Randbereichen der Bewirtschaftungszone besonders in den Wohnstraßen sogar noch vergrößert. Die Bewohner in gebührenfreien Zonen werden durch zahlungsunwillige Parker verdrängt und werden nun ihrerseits zum Verdränger in den anliegenden gebührenfreien Zonen. Und so weiter.

Nach Aussage der Stadt würden dann in den jetzt gebührenfreien Zonen ebenfalls Parkscheinautomaten aufgestellt werden. Irgendwann müsste dann ganz Oberhausen mit Parkscheinautomaten abgedeckt sein.

Und das, obwohl in den meisten Straßen – auch in Alt-Oberhausen – gar keine Parkplatznot herrscht.

Daraus kann man nur schließen, dass die Stadt mehr Geld einnehmen will. Verkehrslenkung ist nur ein Vorwand.

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