Da treibt die Stadtverwaltung doch schon wieder die nächste Sau durchs Dorf. Nach der neuen Parkraumbewirtschaftung und der Geschwindigkeitsregulierung zur A516, soll nun die Ratssaaldecke restauriert werden.

Ich war zufällig dabei, als der Oberbürgermeister Daniel Schranz, einige Ratsherren und andere Personen des Rathauses die Decke besichtigt haben. Ein Architekt war auch da und sollte erste Aussagen treffen, ob die Decke zu restaurieren sei und was das kostet.

Seine Meinung war: Eine Restaurierung ist möglich. Die Kosten würden nach seiner Einschätzung 600.000 bis 800.000 € betragen. Genau könne er es aber nicht sagen. Die Erfahrung lehrt, es wird 50% teurer. Ob die Decke dann den Anforderungen an den Raumschall entspricht konnte er auch nicht absehen.

Frage an den Oberbürgermeister Daniel Schranz: Wie hoch wären die Kosten für eine moderne schalldämmende Decke?

Es wird hier also ein Projekt angedacht, bei dem völlig unklar ist, wie es ausgeht. Nur eines ist sicher: Es kostet viel Geld – unser Geld. Und weil das so ist, braucht die Stadt auch mehr Einnahmen aus Parkgebühren.

Vernünftig wäre, eine normale moderne Decke einzuziehen, die den Anforderungen an den Raumschall entspricht. Schließlich sollen die ehrenwerten Ratsherren nicht zur Decke schauen, sondern lieber genauer ins Parkraumbewirtschaftungskonzept und andere Unterlagen. Dass dem wohl nicht so ist, erkennt man an mancher so schwer nachvollziehbaren Entscheidung.

Ich war bislang noch nie im Ratssal, und ich glaube mehr als 99% der Oberhausener Bürger auch nicht. Wir brauchen die historische Decke nicht, sollen diese aber für die 60 Ratsleute bezahlen. E

Allein, dass die Verwaltung sich mit dieser skurrilen Idee beschäftigt, kostet schon unnötige Arbeitszeit und Geld. Gutachter und Architekten verlangen kein geringes Honarar. Jedenfalls ist das kein Zeichen für effektives Arbeiten in der Stadtverwaltung.

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