Guten Tag Herr Dr. Knauff,

in Ihrer Mail vom 20.11.2020 teilten Sie mir mit, dass es einen ausreichenden Planungsstand und auch Kostenschätzungen gibt. Die Abmessung der Anlagen können erst im weitergehenden Planungsprozess ermittelt werden.

Ich beziehe mich nachfolgend auf das Protokoll zum Beschluss vom 22.06.2020

„Bezüglich der Kostenkalkulation geht die Verwaltung derzeit von einem Betrag von maximal 5,- EUR im Monat für einen Stellplatz für ein Fahrrad  aus.“

In Ihrem Schreiben vom 08.09.2020 teilten Sie mir mit, dass die Boxen in der Anfangsphase kostenlos angeboten werden. Erst bei Problemen (z.B. Anmietung ohne Nutzung) ist die Einführung einer Gebühr denkbar.

Hierzu habe ich zwei Fragen:

1.Welche von beiden vorgenannten Aussagen trifft zu? Wird nun eine Gebühr von Anfang an erhoben oder nicht?

2. Wie wollen Sie feststellen, ob angemietete Boxen nicht genutzt werden? Schließlich sind die Boxen ja verschlossen und nicht einsehbar.

„Abschließend teilt DR. Knauff mit, dass die laufenden Kosten für die „Anlage“ sich auf etwa 10.000,- EUR im Jahr belaufen und möglicherweise im Zuge der Aufstellung einige Stellflächen im Quartier wegfallen.“

Auch hier habe zwei Fragen:

1. Beziehen sich die Kosten von 10.000,- EUR auf eine Anlage und betragen bei 18 Anlagen letztlich 180.000,- EUR? Oder sind das die Kosten für alle Anlagen inklusive der Lastenräder?

2. Unter welchen Voraussetzungen können im Zuge der Aufstellung einige Stellflächen im Quartier wegfallen?

„Herr Blanke erklärt, dass es einen Bedarf für derartige Fahrradboxen gibt und verweist auf eine bereits durchgeführte Maßnahme im Stadtteil Sterkrade.“

Hierbei handelt es sich um eine Anlage mit 12 Boxen die direkt am Bahnhof steht.

In wochenlangen Abständen habe ich drei mal die Reservierung abgefragt. Von den 12 Boxen waren immer die drei gleichen Boxen nicht belegt bzw. reserviert. Also nur 9 Boxen werden in Sterkrade belegt und im Bismarckviertel sollen 180 Boxen installiert werden.

„Herr Knauff teilt mit,  …. Die Abstellanlagen werden nicht auf Gehwege gestellt. Es werden Grünflächen benutzt und ggf. Parkplätze auf den Straßen, so dass wahrscheinlich einige Parkplätze entfallen werden.“

So wie die Standorte in Ihrem Plan darstellen, müssten die meisten Fahrradgaragen auf den Bürgersteig stehen. „Grünflächen“ gibt es nur im Bereich Lipperheidstraße und Bismarckstraße. Ich würde gerne mit Ihnen eine Begehung im Viertel machen, bei der Sie mir zeigen können wo, die Boxen stehen können. Es ist nicht wahrscheinlich, dass einige Parkplätze entfallen, sondern sicher, dass viele Parkplätze wegfallen.

In Ihrer Mail-Antwort vom  08.09.2020 stellte ich Ihnen Fragen nach dem Platzbedarf der Stationen ohne und mit Lastenrad.

Ihre Antwort: „Noch nicht bekannt bzw. noch keine Planung vorhanden“

Ich nehme an, dass Fahrradboxen der Firma Kienzler Stadtmobiliar oder ähnliche geplant sind. Des Weiteren nehme ich an, dass die 10 Boxen einstöckig nebeneinander auf dem Boden stehen. Würden die Boxen zweistöckig stehen, behindern sie den Blick der Anwohner auf die Straße. Außerdem könnte man in die obere Box aus Gewichtsgründen keine E-Bikes einstellen.

Eine einstöckige Anlage mit 10 Boxen würde ohne Lastenrad eine Fläche von 9,60 m Breite und 2 m Tiefe belegen. Damit würden ca. 5 Parkplätze pro Anlage entfallen, also ca. 90 Parkplätze insgesamt.

In Ihrer Mail-Antwort vom 20.11.2020 schreiben Sie: Selbstverständlich gibt es für den Förderantrag einen ausreichenden Planungsstand und auch Kostenschätzungen.

Welche Kosten sind damit gemeint? (Anschaffungskosten, Aufbaukosten, Folgekosten, Wartungskosten etc.?) Bitte teilen Sie mir diese Kostenschätzungen im Einzelnen mit.

Bitte teilen Sie mir mit, ob meine Annahmen richtig sind oder was daran falsch ist.

Sind Sie bereit mit mir das Quartiers zu begehen und die Möglichkeiten vor Ort zu prüfen?

Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund

Klaus Otto
Schenkendorfstr. 74
46047 Oberhausen

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