Die Erhöhung der Parkkosten ist grundsätzlich ein verständlicher Vorgang, wenn man sich etwas mit den Finanzen der Stadt Oberhausen beschäftigt. Einzig die Umsetzung nicht Nichtbeachtung von einigen Punkten sind unverständlich. Die Innenstadt hat bereits seit einiger Zeit damit zu kämpfen, dass sie „ausstirbt“. Höhere Parkkosten werden nicht mehr Kunden in die Innenstadt locken. Noch wichtiger aber ist der Punkt, in dem Beschäftigte nun bis zu 160 Euro pro Monat hierfür aufbringen müssen, wenn sie aus persönlichen Gründen nicht auf das Auto verzichten können (zB Kinder, Erkrankte Angehörige, eigene Gesundheit, notwendige Flexibilität im Job). Das sind oft 10% oder mehr des mtl. Nettoeinkommens. Ich kenne Fälle, die sich deshalb nach einem neuen Job umsehen müssen. Sie können sich das einfach nicht leisten. Die Lösung wäre ein vergünstigtes Jobticket. Außerdem haben diejenigen nun Probleme, deren persönliches Umfeld außerhalb der Stadt lebt. Besucher müssen nun ebenfalls Parkkosten tragen – und das in Gegenden, die in anderen Städten nicht bewirtschaftet würden (zB Körnerstraße). Die Lösung wären Besucherausweise, die sich Anwohner günstig (12 Euro im Jahr?) kaufen können. Außerdem ist die immer noch nicht geregelte Mehrbelastung des Ordnungsdienstes auch nicht kompensiert. Sie warten noch immer auch Personal. Ich denke dass diese ganze Sache noch bei weitem nicht ausgereift ist.Beschäftigte der Stadt sind ebenfalls davon betroffen. Auch sie zahlen nun bis zu 160 Euro im Monat (gerade bei den unteren EG eine erhebliche Mehrbelastung).

Daniel Gnoß

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