Diese Forderungen und Vorschläge haben wir am 6. November und davor an die Parteien, den Oberbürgermeister Daniel Schranz und Frau Lauxen übergeben. Am 9. November stand in der Zeitung, dass für die Katholischen Krankenhäuser Oberhausen (KKO) und damit auch für das Joseph-Hospital ein Nachfolger gefunden wurde. Insoweit müssen diese Punkte neu überdacht werden.

Keine Parkraumbewirtschaftung in Wohngebieten

Voraussetzung für Parkraumbewirtschaftung (Konzept Seiten 41/42)

…Wenn das Finden eines freien Parkplatzes jedoch in der Regel unproblematisch ist , ist eine Bewirtschaftung nicht erforderlich . Als Schwellenwert wird hier ein mittlerer Parkraumbelegungsgrad von mehr als 90 % verwendet.

… Als Schwellenwert wird hier ein Anteil der gebietsfremden Langparker von mehr als 25 % verwendet.

Unzureichende Erhebung im Marienviertel

Das Marienviertel wurde nur zum kleinen Teil untersucht. Das Untersuchungsgebiet geht nur bis Annabergstr./Goethestr.  Nördlich davon wurde nicht untersucht. Das Untersuchungsgebiet hat von 9 bis 15 Uhr einen Belegungsgrad von über 80% und liegt somit unter dem Schwellenwert von 90%.

Parksituation im Bismarckviertel

Drei selbst durchgeführte Untersuchungen an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Zeiten hat einen durchschnittlichen Belegungsgrad von 70% ergeben. (Siehe Anlage)

An den Rändern zur Mülheimer Straße und Falkensteinstraße herrscht der höchste Parkdruck. Hierfür werden bislang die beiden Krankenhäuser EKO und Joseph-Hospital verantwortlich gemacht.

Entlang der Mülheimer Straße jedoch wird der Parkdruck von den Anwohnern selbst erzeugt. Diese können nicht an der Mülheimer Straße parken, sondern nur um die Ecke in den Nebenstraßen.

(150 Wohnungen je 2 Bewohner = 300 Bewohner = 90 PKW. Lt. Konzept 300 PKW/1000 Einwohner).

Nach Schließung des Joseph-Hospitals wird das deutlich werden.

Wie weit das EKO zum Parkdruck im Bismarckviertel beiträgt, müsste genauer untersucht werden.

Forderung:

  1. Bis nach Schließung des Joseph-Hospitals soll die Bewirtschaftung ausgesetzt bleiben.
  • Anschließend soll eine neue Erhebung für das Bismarckviertel durchgeführt werden.
  • Werden die Schwellenwerte nicht erreicht, sollen die Parkscheinautomaten demontiert werden.

Parksituation im Ebertviertel

Hauptverursacher für den Parkdruck wird nach Schließung des Joseph-Hospitals das Rathaus selbst sein. Hier soll die Stadtverwaltung zunächst eine Lösung für die eigenen Mitarbeiter finden, bevor sie die Anwohner belastet.

Forderungen:  

  1. Die Stadtverwaltung schafft für eigene Mitarbeiter Parkplätze außerhalb des Wohngebietes.
  • Bis zur Schließung des Joseph-Hospitals soll die Bewirtschaftung ausgesetzt bleiben.
  • Anschließend sollen die Anwohner befragt werden, ob sie eine Bewirtschaftung wünschen.

Fazit:

  1. Eine Parkraumbewirtschaftung im Marienviertel entspricht nicht den Vorgaben.
  • Der Belegungsgrad im Bismarckviertel erreicht nicht den erforderlichen Belegungsgrad.
  • Der Belegungsgrad im Ebertviertel wird tagsüber künftig nur durch das Rathaus selbst erzeugt.
  • Die Stadtverwaltung muss eigene Parkmöglichkeiten schaffen, ohne das Wohngebiet zu belasten.

Bis Ende Februar 2020 soll die Inbetriebnahme weiterhin ausgesetzt bleiben.

Bewohnerparkausweise

Bewohner von gebührenpflichtigen Zonen erhalten 1 Bewohnerparkausweis für jedes eigene KFZ und 3 Besucherausweise, die ganzjährig gültig sind zum Gesamtpreis von 30,70 €/Jahr.

Bewohner von angrenzenden Gebieten sollen ebenfalls einen Bewohnerparkausweis mit 3 Besucherausweisen (zu 30,70 €) kaufen können.

Vorschläge

Neue Erhebung

Neue Erhebung der Parkraumnutzung in Wohngebieten und Mischgebieten nördlich der Falkensteinstraße und östlich der Mülheimer Straße. Es soll festgestellt werden, wieviel Fahrzeuge von Bewohnern und wieviel von Arbeitnehmern parken. Hierfür sollen Zettel verteilt werden, die die Bewohner und Arbeitnehmer eine Woche lang auf das Armaturenbrett ihres Fahrzeuges legen. In dieser Woche sollen Erhebungen zu verschiedenen Tageszeiten (8 Uhr, 11 Uhr und 15 Uhr) durchgeführt werden. Liegt der durchschnittlich Belegungsgrad (Mittelwert aus den drei Zeiten) unter 90% oder der Belegungsgrad von Fremdparkern unter 25 %, ist die Parkraumbewirtschaftung nicht gerechtfertigt. In diesem Fall sollen die Parkscheinautomaten wieder demontiert werden.

Vorgenanntes gilt auch für Wohnstraßen wie  z.B. Lohstraße, Welfenstraße und Normannenstraße. Weitere Straßen wie Parkstraße in Sterkrade und Straßen in Styrum müssten noch untersucht werden.

Im Ebertviertel sollen Bürgerbefragungen durchgeführt werden. Hier könnte es durchaus sein, dass die Anwohner die Parkraumbewirtschaftung wollen. Ebenso in Styrum.

Es soll ermittelt werden, welche Einnahmen an Parkgebühren erzielt wurden:

  1. Für ganz Oberhausen: Im September 2018 und im September 2019
  2. Für ganz Oberhausen: Im Oktober 2018 und im Oktober 2019
  3. Für ganz Sterkrade: Im September 2018 und im September 2019
  4. Für ganz Sterkrade: Im Oktober 2018 und im Oktober 2019
  5. Für Sterkrade – nördlich der Hildegardstraße jeden einzelnen Automaten:

Im September 2019 und im Oktober 2019

  1. Parkstraße 3 Automaten
    1. Hildegardstraße 1 Automat
    1. Gymnasialstraße 2 Automaten
    1. Wilhelmstraße 1 Automat
    1. Robert-Koch-Straße 2 Automaten
    1. Steinbrinkstr. (nördl. Augustastr.) 1 Automat
    1. Augustastraße 1 Automat
    1. Tirpitzstraße (nördl. Augustastr.) 1 Automat

Insgesamt 12 Automaten

Anhand dieser Einnahmen soll die Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit der Parkscheinautomaten ermittelt werden. Diese Werte sollen mit dazu beitragen die Notwendigkeit und den Sinn der Parkraumbewirtschaftung in Wohngebieten (wie z.B. Marienviertel) zu überdenken.

Händler

Rücksetzung der gebührenpflichtigen Parkzeit auf

Montag von 10 bis 16 Uhr

Samstag von 10 bis 14 Uhr

Gewerbetreibende und deren Personal innerhalb von gebührenpflichtigen Parkzonen sollen Sonderparkausweise (Gebühr max. 30 €/Monat) bekommen.

Krankenhäuser, Behörden, Arbeitgeber

Parkausweise

Große Arbeitgeber wie Rathaus, Behörden und Krankenhäuser sollen für ihre Mitarbeiter zusätzliche Parkplätze schaffen und dafür sorgen, dass diese auch von den Mitarbeitern genutzt werden.

Solange es diese Parkplätze nicht gibt, sollen in gebührenpflichtigen Parkzonen die Mitarbeiter mit Sonderparkausweisen (Gebühr max. 30 €/Monat) parken dürfen.

Arbeitgeber sollen die Möglichkeit haben, auf Park & Ride-Parkplätzen Stellflächen fest anzumieten. Diese Stellflächen sollen ausschließlich für Mitarbeitern des Arbeitgebers reserviert sein. Der Arbeitgeber darf am P+R-Parkplatz eine Fahrradgarage aufstellen, damit die Mitarbeiter mit dem Fahrrad zur Arbeitsstelle fahren können.

Firmen-Ticket für ÖPNV

Im Bereich nördlich der Schwartzstraße/Virchowstraße verursachen hauptsächlich das Rathaus, Finanzamt, Arbeitsamt, Joseph-Hospital und EKO den Parkdruck. Ebenso rund um die Helios-Klinik. Für deren Arbeitnehmer sollen Alternativen (Parkplätze, andere Möglichkeiten) geschaffen werden. Die Arbeitgeber haben dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter diese Alternativen auch nutzen. Nach Umsetzung der Maßnahmen soll der Belegungsgrad neu ermittelt werden. Liegt der mittlere Belegungsgrad unter 90%, ist eine Parkraumbewirtschaftung nicht erforderlich und die Parkscheinautomaten sollen demontiert werden.

Bis zur Umsetzung der alternativen Maßnahmen soll die Inbetriebnahme der Parkscheinautomaten weiterhin ausgesetzt bleiben.

Allgemein

Schülerticket  

Parkgebühren, die nicht tatsächlich den Parksuchverkehr oder den Parkdruck mindern, sind nicht gerechtfertigt.

Gebühren für Bewohner und deren Besucher in nur kleinen Teilen des Stadtgebietes sind unsozial. Besonders in Alt-Oberhausen, wo vorrangig der einkommensschwächere Teil der Bevölkerung lebt.

Wenn Gebühren bezahlt werden sollen, dann sollen alle Oberhausener Autobesitzer pro Fahrzeug zahlen. Dies gilt besonders für den einkommensstärkeren Teil im Oberhausener Norden.  

Die Einnahmen aus Parkgebühren sollen nachweislich zur Verbesserung des ÖPNV genutzt werden.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image.png

Auf der Mülheimer Straße (östliche Seite) sind ca. 150 Wohnungen. Bei durchschnittlich 2 Personen je Wohnung ergibt das 300 Anwohner.

Laut Parkraumbewirtschaftungskonzept kommen in Alt-Oberhausen auf 1000 Anwohner ca. 300 Fahrzeuge. Demnach kommen auf die 300 Anwohner ca. 90 Fahrzeuge.

Da es an der Mülheimer Straße kaum Parkplätze gibt, parken diese Anwohner in den Nebenstraßen der Mülheimer Straße und erhöhen damit den Belegungsgrad deutlich.

Es wird behauptet, dass der höhere Parkdruck durch Mitarbeiter des Joseph-Hospitals erzeugt wird.

Die gleiche Situation gibt es auch nördlich der Falkensteinstraße. Hier soll angeblich das EKO den Parkdruck erzeugen.

Bis heute wurde nicht analysiert, wieviele Fahrzeuge den Anwohnern, den Arbeitnehmern und den Gewerbetreibenden zuzuordnen sind.

Die Parksituation wird sich auch nach Inbetriebnahme der Parkscheinautomaten kaum ändern.

Da das Viertel fast ausnahmslos von Anwohnern beparkt wird, sind Einnahmen lediglich aus den Gebühren für Bewohnerparkausweise zu erwarten. Nicht aber aus Parkgebühren.

Eine Parkraumbewirtschaftung ist aus Umweltgründen und Verkehrsgründen nicht sinnvoll. Die Einnahmen aus Parkgebühren werden voraussichtlich die Kosten nicht abdecken. Siehe Beispiel Osterfeld (Einnahmen in 2015 betrugen 1004 €). Der Automat wurde demontiert.

Zählung am Sonntag 29.09.2019
Zählung am Dienstag 29.10.2019
Zählung am Montag 04.11.2019

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.