Ich habe versucht das Bismarckviertel objektiv zu bewerten. Dazu habe ich die Parkplätze und an drei Tagen zu unteschiedlichen Uhrzeiten die parkenden Fahrzeuge gezählt. Die Auswertungen sind nachfolgend dargestellt.

Als Bismarckviertel wird hier der bewirtschaftete Parkraum östlich der Mülheimer Straße und zwischen Falkensteinstraße und Brücktorstraße definiert. In diesem Gebiet gibt es 1040 Stellplätze.

Dicht beparkt sind die ersten Abschnitte der Nebenstraßen östlich der Mülheimer Straße und die ersten zwei Abschnitte der Nebenstraßen nördlich der Falkensteinstraße.

Nebenstraße östlich der Mülheimer Straße

Es wird behauptet, dass der hohe Parkdruck an der Mülheimer Straße durch Mitarbeiter des Joseph-Hospitals erzeugt wird. Wahrscheinlich wird er jedoch durch die Anwohner der Mülheimer Straße und die Angestellten und Kunden der Geschäfte, Betriebe und soziale Einrichtungen erzeugt.

Auf der Mülheimer Straße (östliche Seite) sind ca. 150 Wohnungen. Bei durchschnittlich 2 Personen je Wohnung ergibt das 300 Anwohner. Laut Parkraumbewirtschaftungskonzept kommen in Alt-Oberhausen auf 1000 Anwohner ca. 300 Fahrzeuge. Demnach kommen auf die 300 Anwohner ca. 90 Fahrzeuge. Da es an der Mülheimer Straße kaum Parkplätze gibt, parken diese Anwohner in den Nebenstraßen der Mülheimer Straße und erhöhen damit den Belegungsgrad deutlich.

Der Bedarf der Geschäfte, Betriebe und sozialen Einrichtungen für Angestellte und Kunden beträgt ca. 73 Stellplätze. Diese werden jedoch hauptsächlich dann belegt, wenn die Anwohner selbst zu Arbeit sind.

Nebenstraße nördlich der Falkensteinstraße

Nördlich der Falkensteinstraße verursacht das EKO sicherlich den größten Parkdruck. Hierfür müssen dringend Alternativen geschaffen werden.

Das Bertha-v.-Suttner-Gymnasium beansprucht im bewirtschafteten Gebiet ca. 25 bis 30 Stellplätze in einer Zeit, in der viele Anwohner zur Arbeit sind. Sie dürften somit kaum ins Gewicht fallen.

Die Geschäfte an der Falkensteinstraße beanspruchen ca. 33 Stellflächen, wobei nicht erkennbar war, wieviele davon im Bismarckviertel liegen.

Innerhalb des Bismarckviertels

Die Betriebe und soziale Einrichtungen innerhalb des Bismarckviertels beanspruchen ca. 42 Stellflächen. Davon befinden sich ca. 33 im ersten Abschnitt der Nebenstraßen der Mülheimer und der Falkensteinstraße. In der Arndtstraße, und Liebknechtstraße nördlich der Goethestraße gibt es keine Betriebe. In der Lipperheidstraße nördlich der Goethestraße gibt es zwei Betriebe mit eine Bedarf von 9 Stellplätzen.  

Fazit:

Im Bismarckviertel werden von 1040 Stellflächen ca. 178 Stellflächen von Betrieben, sozialen Einrichtungen und dem Gymnasium beansprucht.

Ob das Joseph-Hospital hier überhaupt eine Rolle spielt, wird man im Januar sehen, wenn die meisten Abteilungen umziehen.  

In den Nebenstraßen der Mülheimer Straße wird es auch mit Parkgebühren kaum eine Veränderung geben, da die meisten Stellflächen von Anwohnern genutzt werden.

Der einzig wirkliche Parkdruck kommt durch das EKO zustande. Hier sollten aber nicht die Angestellten gezwungen werden, sondern die Krankenhausverwaltung sollte gezwungen werden für die Angestellten Parkplätze auf eigenem Grund zu bauen. Dies ist technisch möglich und kostenmäßig vertretbar. Schließlich muss ja auch jeder Supermarkt ausreichend Stellplätze für Mitarbeiter und Kunden haben.

Der durchschnittliche Belegungsgrad beträgt im Bismarckviertel nur 69% und liegt damit weit unter dem Schwellenwert von 90 % der eine Parkraumbewirtschaftung rechtfertigt.

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