Während andere Firmen wie Supermärkte, Möbelhäuser und Baumärkte verpflichtet sind ausreichend Parkraum für ihre Kunden vorzuhalten, scheinen Behörden sich nicht daran halten zu müssen.

Hier wird einfach auf die umliegenden Parkflächen der Bewohner zugegriffen und diese dann auch noch zur Kasse gebeten.

Das Rathaus und das Arbeitsamt sorgen in Alt-Oberhausen für Parkdruck.

Im Rathaus arbeiten ca. 350 Mitarbeiter. Ich habe im Rathaus angefragt, mit welchem Verkehrsmittel die Mitarbeiter zum Rathaus kommen und wieviel Mitarbeiter von Außerhalb mit dem Auto kommen. Beide Fragen konnte man mir nicht beantworten.

Hinter dem Rathaus sind 48 Parkplätze. Davon 13 Plätze reserviert für Oberbürgermeister, den Fraktionen und Dezernaten. 35 Plätze für andere Mitarbeiter. Vor dem Haupteingang sind 24 gebührenpflichtige Parkplätze. 10 Plätze davon waren am 16.08.2019 von städtischen Mitarbeitern mit Parkausweisen für Kurzparkzonen belegt.

Wo parken die übrigen Mitarbeiter der Stadt?

Das Arbeitsamt Oberhausen Mülheimer Straße hat 100 Stellplätze in der Tiefgarage und 31 Stellplätze ebenerdig.  (gezählt am 29.07.19):

Eine Zählung ergab, dass von 115 Mitarbeiter-Fahrzeugen 51 aus Oberhausen und 64 von außerhalb kamen.

Nur durchschnittlich 7 Fahrzeuge konnten nicht zugeordnet werden. Diese gehörten evtl. Kunden des Arbeitsamtes

Die übrigen Mitarbeiter und Kunden müssen im Wohngebiet parken.

Aber das Arbeitsamt macht eigentlich gar keine großen Probleme. Die meisten Kunden sind nur am Vormittag da und die Anwohner zur Arbeit. Ab 14 Uhr sind wieder ausreichend Parkplätze vorhanden.

Diese Situation ist am Rathaus sicherlich schlimmer, da mehr Mitarbeiter und weniger hauseigene Parkplätze.

3 Idee über “Behörden verschaffen sich selbst Vorteile und verursachen Parkdruck

  1. Schneimann sagt:

    Guten Tag,

    ich bin auch betroffen, ich wohne auf der Liebknechtstr. 71 und bekomme keinen Anwohnerparkausweis. Diesen gibt es nur bis Hausnr. 67. Ich werde von den Fahrzeugen verdrängt, die bei mir in meinem Straßenabschnitt kostenlos parken wollen, ich selber werde keinen hausnahen Parkplatz mehr finden. Ich bin sehr empört, dass die Anwohnerparkausweise dann nicht wenigstens für einen größeren Kreis ausgestellt werden. Am besten wäre allerdings der Rückbau ohne Parkscheinautomaten im Bismarckviertel. Ich werde in den nächsten Tagen meine Unterschrift auf die Protestliste setzen.

  2. Pegasus sagt:

    Sehr geehrte Bürgerinnen/Bürger,

    Ich sende meinen Kommentar in Form einer Frage:
    Ist es korrekt, dass etwa 50 Angestellte im Medizinischen Bereich (d.h. Krankenschwestern/Krankenpfleger) des Evangelischen Krankenhauses Oberhausen (EKO) ihr Arbeitsverhältnis gekündigt haben, da sie die hohen Parkgebühren nicht mehr bezahlen können und aufgrund ihres Wohnortes keine Möglichkeit haben den Arbeitsplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen? Sollte dies so korrekt sein, erübrigt sich jeder weitere Kommentar zur „Parkraumbewirtschaftung“ !

    • Klaus Otto sagt:

      Ich habe heute in der Mitarbeitervertretung des EKO nachgefragt. Bisher hat noch niemand wegen der Parkgebühren gekündigt. Man hofft immer noch auf eine vernünftige Regelung mit der Stadt.

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